
Funktioniert das Gesetz des Schweigens beim Doping wie die Omertà der Mafia?
Die Henriette-Courgette-Romane verbinden investigative Recherchen mit gesellschaftlichen Konflikten und einer ungewöhnlichen Dreiecksbeziehung.
Als Henriette zum Thema Blutdoping im Hochleistungssport recherchiert, stößt sie auf ein System aus Erfolgsdruck, Loyalität und kalkuliertem Wegsehen. Hinter den glänzenden Fassaden des Spitzensports zeigt sich ein Geflecht aus Interessen, in dem sportliche Leistung, medizinische Möglich-keiten und institutionelles Schweigen eng miteinander verbunden sind. Je tiefer Henriette in diese Welt eindringt, desto deutlicher wird, wie leicht ethische Grenzen um des Erfolgs willen verschoben werden und wie schwierig es ist, Verantwortung eindeutig zuzuordnen.
Ein Roman über Liebe jenseits gesellschaft-licher Normen und über die Frage, wie viel Wahrheit das Sportsystem erträgt.
Lars Schübel ist ein Spieler der Fußball-Bundesliga, Azmera Yifter eine äthiopische Langstreckenläuferin. Beide kommen auf unterschiedlichen Wegen mit Doping in Kontakt, werden zu regelmäßigen Dopern und erleben eine steile Karriere in ihrer Laufbahn als Hochleistungssportler. Das Ende ihrer Karriere unterscheidet sich allerdings bei beiden erheblich. Henriette startet ihre Dopingrecherche nach einem Vorschlag ihres jungen Mitarbeiters Stefan Suter, der meinte, dass sie dieses Thema nicht nur der „ARD" und der „Süddeutschen Zeitung“ überlassen sollten. Außerdem gebe es in Saarbrücken einen Olympiastützpunkt und mit Horst Medow einen exponierten Sportmediziner, der darüber hinaus Arzt der Fußballnationalmannschaft sei. Henriette findet bei ihren Recherchen erschreckende Hinweise auf weitverbreitetes Doping im Leistungssport und gängigen Medikamentenmissbrauch im Breitensport. Die Wege von Henriette, Lars und Azmera kreuzen sich, Henriette nimmt zu beiden Kontakt auf und verspricht sich Informationen über das Doping-System aus erster Hand. Sie scheitert allerdings, die Doping-Omerta funktioniert.
Lesermeinungen:
"Was mich besonders überzeugt hat: Hier gibt es keine platten Gut-Böse-Zuordnungen. Das Doping-System wird nicht von außen angeklagt, sondern von innen gezeigt. Man begreift, warum Menschen da reinrutschen. Das macht es unbequemer als jede Sportdoku. Man merkt, dass der Autor weiß, wovon er schreibt. Trotzdem liest sich das nicht wie ein Sachbuch, sondern wie ein Krimi, bei dem man erst spät merkt, dass die eigentliche Spannung
woanders liegt, als man dachte."
"Ein Doping-Roman, der mehr über Menschen erzählt als über Spritzen!"
"Aus dem Maschinenraum des Leistungssports: realistisch, erhellend und packend!"
Weitere Romane der Reihe:
Tiefer Fall
Vierte Macht
Wirkenschied
